Taschen

Klassisch japanische Blaustoffe und derber Bundeswehr Seesack

Ich habe nicht nur einen Faible für die alten, gebrauchten Bundeswehr Seesäcke,  sondern auch für japanische Stoffe. Die sogenannten Blaustoffe begeistern mich dabei am allermeisten, denn sie punkten nicht nur mit hervorragender Qualität, sondern auch mit einem außergewöhnlichen Design. 

In der japanischen Tradition ist das Einfärben in Indigo Blau fest verwurzelt. Die gefärbten Stoffe mit ihren grafischen Mustern und Motiven gehören zu den Klassikern. Jedes Muster hat eine tiefere Bedeutung und sie vereinen japanische Kultur und Handwerkskunst mit religiösen, geschichtlichen und traditionellen Hintergründen. Einige Muster haben eine sehr, sehr lange Tradition und werden seit vielen Jahrhunderten immer wieder verwendet. Andere Muster wurden immer wieder neu verändert, sodass am Ende fast nichts mehr an das Original erinnert. Die  Motive sind so schlicht und dezent eingesetzt, dass sie bis heute nichts von  ihren Charme verloren haben.

 

Ob Federmäppchen, kleine  oder große Taschen, ich kombiniere den derben, olivfarbenen Bundeswehr Seesack sehr gerne mit diesen Blaustoffen. Übrig bleiben am Ende jede Menge Stoffreste. Sie sind zum Wegwerfen zu schade und so hat sich mit der Zeit so einiges angesammelt.

Irgendwo im weiten Netz bin ich dann auf das Thema Boro aus japanischen Stoffen gestoßen.  Unter dem Begriff “Boro” (zusammengeflickt) wurden indigoblau gefärbte Flicken alter Kleidung kombiniert,  aufeinandergelegt und dann unversäubert übereinander genäht. So entstand in Notzeiten ein wieder verwertbares, zusammenhängendes Stück Stoff. Diese recycelten Stoffe fallen durch ihre rustikale Optik besonders auf.

So rustikal sollte meine neue Tasche dann doch nicht aussehen und so habe ich mir nach bekannter Patchwork Technik aus den verschiedenen Stoffresten ein größeres Stoffstück zusammengestellt und anschließend mit dem olivfarbenen Vintage Canvas kombiniert.

Jetzt fehlte nur noch ein wenig Kontrast und die Lederriemen in cognac setzen da einen schönen “Kontrapunkt”.